3, 2, 1.. abgezockt! Fake-Shops nehmen zu

3, 2, 1.. abgezockt! Fake-Shops nehmen zu

Markenware zu extrem günstigen Preisen – Fake-Shops werben mit verlockenden Angeboten, welche zu gut sind, um tatsächlich wahr zu sein. Dennoch fallen rund 4,4 Millionen Bürger darauf herein, wie die Organisation „Marktwächter Digitale Welt“ der Verbraucherzentrale Brandenburg in einer Untersuchung festgestellt habe und in der ARD-Sendung „Kriminalreport“ berichtet wurde.
Dabei ist es heutzutage nicht mehr so einfach, einen Fake-Shop zu erkennen, da auch die Cyber-Kriminellen sich über die Jahre professionalisiert haben. Dieser Ansicht ist auch Polizeioberkommissar Fabian Herrmann von der Cybercrime-Einheit der Polizei Offenburg, welcher von einer Professionalisierung der „Fake-Shop-Szene“ spricht. Als besonders kritisch zu betrachten sei, dass hierfür immer wieder Internet-Adressen mit der Domain-Endung .de eingesetzt werden. Damit versuchen Angreifer, ihren Betrugsmaschen einen seriösen Anstrich zu verleihen und potentielle Opfer zu täuschen. Prinzipiell ist es auch möglich, dass auch Fake-Shops SSL-verschlüsselte Verbindungen anbieten, da die dazu notwendigen Zertifikate auch kostenfrei im Internet erhältlich sind.
Verbraucher sollten dann misstrauisch werden, wenn die Domainbezeichnung eines Shops, also der Name des Shops, nicht zu den angebotenen Produkten passt oder auch wenn die angebotenen Waren sich deutlich unterhalb der üblichen Preise angeboten werden. Ein weiteres Indiz kann auch das Bezahlverfahren liefern, z.B. wenn nur Vorauskasse möglich ist.

Diese Professionalisierung zeigt sich auch in anderen Bereichen, wie bspw. den allgegenwärtigen Phishing-Mails, welche längst nicht mehr bereits an mangelnder Rechtschreibung erkannt werden können. Auch hier muss deutlicher hingesehen werden, um sich selbst oder die eigene Organisation zu schützen. Daher ist es für die IT-Sicherheit einer Organisation essentiell, dass neben technischen Komponenten auch die Mitarbeiter als wichtiger Teil der IT-Infrastruktur betrachtet und entsprechend geschult werden.

Autor: Raimond Kieß